Kochen wie im Mittelalter

Geschichte, Zutaten, Rezepte

Cover Fischer/ Besau: Kochen wie im Mittelalter
Kochen ohne Kartoffeln und Tomaten, Backen ohne Schokolade...
Wollen Sie wissen, wie man sich im Mittelalter ernährte, welche Lebensmittel zur Verfügung standen und was daraus in Kochtopf, Pfanne und Backofen zubereitet wurde?
Dann dürfte Sie mein neues Buch interessieren, das im August 2015 im Theiss Verlag erschienen ist:
"Kochen wie im Mittelalter - Geschichte, Zutaten, Rezepte"
Rezensionen: Karfunkel "Allerley Tafeley"   KAWAU TV - Der Mittelalter-Kanal  Zillo Medieval 9-2015   Magazin Ratgeberspiel   Evangelisches Sonntagsblatt 40-4.10.2015  Die Ottonenzeit

Extras: Ausstattung für die (hoch)mittelalterliche Küche   Rezepte, die nicht ins Buch passten
Einige Rezepte von mir sind auch im Küchenheft "Allerley Tafeley" des Karfunkel-Verlages enthalten (Nov. 2015).

Fundstücke im Internet: Burgküche ausgegraben!   mittelalterlicher Alpbetrieb   Kettenhemd als Topfreiniger

 

Was steht drin im Buch?
Mittelalter-Kochbücher gibt es zwar viele, doch sie alle greifen spätmittelalterliche oder noch jüngere Rezepte auf. Hier geht es nun erstmals um das Hochmittelalter, also die Zeit von 1000 bis 1300 n. Chr., aus der es so gut wie keine Originalrezepte gibt.

Im ersten Teil des Buches geht es um die Quellen: Kochstellen und Backöfen, die bei archäologischen Ausgrabungen gefunden wurden, "küchenarchäologische" Fundstücke in Museen, Buchmalereien mit Küchen- und Tafelszenen. Die wissenschaftliche Untersuchung von Bodenproben, Archäobotanik, liefert uns spannende Ergebnisse zu den verwendeten Nahrungsmitteln. Vergessene Gemüsesorten, einheimische Kräuter und exotische Gewürze werden vorgestellt.
Mangel oder Überfluss? Ein Kapitel befasst sich mit Hunger und Krankheiten, der mittelalterlichen Vorratshaltung und kirchlichen Fastengeboten.

Bei meinen praktischen Versuchen half mir Gisela Besau, die ihre Kenntnisse zur mittelalterlichen Ernährung und zur Nutzung von Wildpflanzen aus früheren Projekten mit Kindern und Familien einbrachte. Im Rezeptteil gibt es, nach Jahreszeit geordnet, jede Menge Speisen und Getränke. Alles lässt sich in der heimischen Küche oder - für das richtige Mittelalter-Gefühl - auf dem Lagerfeuer nachkochen. Wir zeigen, wie man einen mittelalterlicher Küchengarten anlegt, eine Lehmkochstelle baut, Kochgeschirr töpfert und mit Feuerstein und Zunder ein Feuer entzündet. Zum Schluss gibt Gisela Tipps aus der Praxis zum mittelalterlichen Kochen mit einer Gruppe.

Viel Spaß beim Lesen und Abschmecken wünscht

Doris Fischer

 

Kugeltopf Der Kugeltopf, das Standardkochgeschirr im Hochmittelalter.
Antik (Bild links) und selbst getöpfert (mit Anleitung zum Nachmachen).
töpfern eines Kugeltopfes
Getreideunkräuter wie die Kornrade finden sich oft in mittelalterlichen Vorräten. Auch über Hungerzeiten und ernährungsbedingte Krankheiten wird berichtet. Kornrade Kornradesamen
Gewürze im Mörser mahlen Gewürze wurden im Mörser gemahlen, zum Beispiel Langpfeffer (Bild rechts), Kubebenpfeffer oder Paradieskorn. Langpfeffer
Feuer machen Kochen in der Glut Kochen auf dem Feuer und in der Glut: Wir erklären auch das Feuer machen auf mittelalterliche Art, mit Schlageisen und Feuerstein.
Und natürlich gibt's jede Menge Rezepte zum Kochen, Backen und Braten.
Fleisch oder Fisch...
vegetarisch oder vegan...
deftig oder süß...
Lamm mit Gurken Fisch auf dem Bratrost
Pastinaken Rote Bete Portulak
Agraz Suppe mit Brotkloesschen Backwerk

"Kochen wie im Mittelalter - Geschichte, Zutaten, Rezepte" von Doris Fischer unter Mitarbeit von Gisela Besau hat 128 Seiten mit rund 125 farbigen Abbildungen und 14 Zeichnungen. 18 x 22,5 cm. Gebunden. ISBN 978-3-8062-2854-0. Erhältlich ist es für EUR 16,95 beim Theiss Verlag. Für die Lieferung innerhalb Deutschlands wird eine Versandpauschale von EUR 2,99 berechnet.

Das schreibt der Theiss Verlag zum Buch:
Was hat man im Mittelalter eigentlich gegessen? Welche Nahrungsmittel gab es und wie hat man sie zubereitet? Doris Fischer und Gisela Besau gehen in diesem wunderbaren Band der mittelalterlichen Küche auf den Grund. Dazu haben sie Schriftquellen wie mittelalterliche Kochbücher untersucht sowie die Archäologie und Archäobotanik zu Rate gezogen. Sie stellen Küchenutensilien und Herdstellen vor, erklären Sitzordnung und Tischsitten, nehmen Nahrungsmittel unter die Lupe und reden über Vorratshaltung und Konservierung. Auch Themen wie Hungersnöte und kirchliche Fastengebote kommen nicht zu kurz, schließlich haben sie die Ernährung der Bevölkerung stark beeinflusst. Über 50 leckere Mittelalter-Rezepte aus allen Jahreszeiten und eine Menge praktischer Tipps runden diesen fabelhaften Band ab. Backen Sie ihr eigenes Aschenbrot oder bereiten Sie ihren eigenen Fasan zu. So wird Geschichte zum Geschmackserlebnis.