Fotogrammetrie, Photogrammetrie

Die Fotogrammetrie ist ein Teilgebiet der Geodäsie.
Sie ermöglicht die berührungsfreie Vermessung von Objekten, indem Fotos des Objektes als Grundlage der Messung dienen. Man unterscheidet die Einbild- und die Doppelbildmessung, außerdem je nach Lage der Kamerastandpunkte die Erdbild- und die Luftbildmessung. Die Einbildmessung wird bei der Darstellung von ebenen Objekten angewandt.
Eine besonders hohe Genauigkeit erreicht man mit der Doppelbildmessung. Sie basiert auf dem Verfahren der Stereofotografie. Es wird ein räumliches Modell des Objektes erstellt, das als Grundlage für die Vermessung und weitere Bearbeitung dient.
Die für die Fotogrammetrie benutzten Kameras heißen Meßkammern.
Die Anwendungsmöglichkeiten der Fotogrammetrie in der Archäologie sind vielfältig: Dokumentation von Grabungen unter Zeitdruck, Dokumentation komplexer Grabungssituationen, Vermessung ausgedehnter Objekte aus der Luft, Erstellung von dreidimensionalen Modellen.
Universalmeßkammer UMK 10/1318, Jena     Stereomeßkammer SMK 5.5/0808/120, Jena
Abb. links: Universalmeßkammer
Abb. rechts: Stereomeßkammer

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